Mobile Katzenpflege – Die Katzenpsychologin Kerstin Höfkes macht´s möglich

Mobile Katzenpflege

Nachdem wir bereits die Tierkommunikatorin Catherin Seib und die Tierpsychologin Tina Krogull mit einem Gastartikel, bzw. einem Interview auf www.kratzbaum-kaufen.info zu Gast hatten, freuen wir uns nun Frau Höfkes, von der mobilen Katzenberatung, als Interviewgast begrüßen zu dürfen.

 

Frau Höfkes, stellen Sie sich bitte unseren Lesern vor.
Mein Name ist Kerstin Höfkes und ich lebe mit meinen beiden Katzen in Berlin.
Ursprünglich habe ich einen ganz anderen beruflichen Weg eingeschlagen, hegte aber schon viele Jahre den Wunsch mit Tieren – insbesondere mit Katzen zu arbeiten. So absolvierte ich meine Ausbildung zur Katzenpsychologin berufsbegleitend im Fernstudium an der Akademie für Tiernaturheilkunde in der Schweiz (ATN AG). Zu den Studieninhalten gehörten u.a. die allgemeine Ethologie, die Physiologie und Ökologie von Verhalten, Gedächtnis- und Lernprozesse sowie die spezielle Ethologie der Katze. Also z.B. ihre biologische Herkunft, Kommunikations-, Sexual- und Beuteverhalten, Domestikation und natürlich Verhaltensauffälligkeiten, deren mögliche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
Ich bin Mitglied im Berufsverband der Tierverhaltensberater und -trainer e.V. (VdTT) und betreibe in Berlin die mobile Beratungspraxis „Katzenvertrauen“. Außerdem schreibe ich Fachartikel für das Online-Magazin www.mcmiez.de.

 

An wen richtet sich Ihr Angebot?
Mein Angebot richtet sich an alle Halter, deren Katzen Verhaltensauffälligkeiten unterschiedlichster Art zeigen, die Fragen zum Verhalten, artgerechter Haltung und Training ihrer Stubentiger haben.

 

Mit welchen Problemen kommen die Katzenhalter zu Ihnen?
Das ist wirklich sehr unterschiedlich und kein Beratungsfall ähnelt dem anderen. Eine Katze kommuniziert auf ihre eigene Art, mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln. Ich kann deshalb hier nur einige wenige Beispiele nennen.
Am Häufigsten wird meine Hilfe bei Aggressionen gegen Artgenossen, andere tierische Mitbewohner oder gegen Menschen gewünscht. Weitere Themen sind Unsauberkeit sowie die Zusammenführung von Katzen und die Auswahl einer passenden Partnerkatze.
Ich werde aber auch häufig um Hilfe gebeten, wenn z.B. Einrichtungsgegenstände zerstört werden oder die Katzenhalter nachts kein Auge zukriegen, weil die Miezen Randale machen oder durchgehend miauen. Aufdringliches bzw. aufmerksamkeitsforderndes Verhalten wie z.B. übermäßiges Betteln sind ebenso Beratungsthemen wie Hilfestellungen für ängstliche Katzen.

 

Wie ist der Ablauf einer Behandlung?
Nach einem kurzen Telefonat, in dem mir das vorliegende Problem oder die Fragestellung geschildert wird, vereinbare ich mit den Katzenhaltern einen Termin für einen Hausbesuch. Vor dem Hausbesuch bitte ich meine Kunden in der Regel einen Fragebogen auszufüllen, der bestimmte Eckdaten abfragt und mir im Vorfeld schon einen etwas besseren Überblick über die vorliegende Problematik gibt. Im Hausbesuch selber stelle ich dann gezielte Fragen um den Ursachen des unerwünschten Verhaltens auf die Schliche zu kommen. Es ist ähnlich wie ein Puzzle, welches sich Stück für Stück zusammensetzt und ein Bild ergibt.

Während des Hausbesuchs beobachte ich das Verhalten und die Körpersprache der Katzen in ihrem gewohnten Umfeld, ich schaue mir die Wohnung und die zur Verfügung stehenden kätzischen Einrichtungsgegenstände an und lerne natürlich im Gespräch auch die zugehörigen Halter besser kennen. Am Ende meiner Analyse erkläre ich den Haltern, warum ihre Mieze sich so verhält und welche Gründe sie hat. Wir besprechen dann individuell zugeschnittene Maßnahmen, die das unerwünschte Verhalten beenden oder bessern und leite ein eventuelles Training mit der oder den Katzen an.

Nach der Beratung sind dann die Katzenhalter gefragt, meine Empfehlungen umzusetzen. Selbstverständlich stehe ich auch im Anschluss für weitere Fragen zur Verfügung und begleite die Katzenhalter im Trainingsprozess. Wie ich eingangs schon sagte, ist jeder Beratungsfall anders und jeder Trainingsablauf gestaltet sich unterschiedlich. So können im Laufe der folgenden Wochen noch einige Fragen oder Umsetzungsschwierigkeiten auftreten, die wir dann im Nachgang telefonisch oder schriftlich besprechen. In seltenen Ausnahmefällen ist ein weiterer Hausbesuch erforderlich, die Regel ist das aber nicht.

 

Wie lange dauert etwa ein Hausbesuch?
Durchschnittlich etwa 2,5 – 3 Stunden. Bei mehreren Katzen in einem Haushalt oder sehr komplexen Fällen kann es in Ausnahmefällen auch etwas länger dauern.

 

Woran kann man Verhaltensstörungen bei seiner Katze erkennen?
Verhaltensauffälligkeiten können sehr deutlich sein, wie z.B. übermäßiges Vokalisieren, Unsauberkeit, Aggressionen oder Kratzmarkieren. Es gibt aber auch zahlreiche äußerst subtile Anzeichen, die sehr leicht übersehen werden können oder allgemein als „normales“ Katzenverhalten gelten. Derartige Zeichen können z.B. ein übermäßiges Schlafbedürfnis sein, Rückzug oder auch Ängstlichkeit. Auch ein verändertes Spielverhalten bzw. Spielunlust, verminderter Appetit, vermehrte oder verminderte Fellpflege können Hinweise dafür sein, dass sich die Katze nicht wohl fühlt.
Sobald ein Verhalten von den sonst üblichen Verhaltensweisen einer Katze abweicht, sollte man als Katzenhalter aufmerksam werden. Der erste Weg sollte zu einem einfühlsamen Tierarzt führen, der die Katze gründlich untersucht. Denn sehr oft können vorliegende Erkrankungen ursächlich für Auffälligkeiten sein. Ist eine gesundheitliche Ursache ausgeschlossen, kann eine Katzenpsychologin oder –psychologe behilflich sein.
Katzen zeigen Verhaltensveränderungen niemals aus Protest oder Böswilligkeit. Sie versuchen mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu kommunizieren und auf Mängel aufmerksam zu machen.

 

Kann man sich auch an Sie wenden, wenn man seinen Stubentiger einfach besser verstehen möchte?
Ja natürlich, sogar sehr gerne! Ich bin so etwas wie eine Übersetzerin und selbstverständlich beantworte ich auch gerne Fragen, die zum besseren Verständnis oder Wohlbefinden dieser wundervollen Wesen beitragen.

 

Können sich auch Katzenneulinge an Sie wenden, um sich auf die neue Situation besser vorzubereiten? Vielleicht auch um Unterstützung bei der Auswahl der passenden Katze zu erhalten?
Ja, auch solche Themen gehören zu meinem Beratungsumfang und ich freue mich immer ganz besonders, wenn Neu-Katzenhalter sich an mich wenden und sich im Vorfeld informieren, was eine Katze alles braucht um glücklich zu sein. Auch hier kläre ich über alles auf und gebe wertvolle Tipps.
Ich unterstütze sowohl Neu-Katzenhalter bei der Auswahl ihrer neuen Mitbewohner, als auch Katzenhalter, die eine weitere Katze aufnehmen möchten. Ich gebe Anleitungen wie die Neuzugänge sich behutsam im neuen Zuhause einleben können, worauf die Halter achten müssen und ich unterstütze natürlich auch bei Zusammenführungen von Katzen.

 

Sie bieten ja auch Seminare an. Was kann der Katzenbesitzer dabei lernen?
Eigene Seminare habe ich noch nicht im Programm, dies ist aber in Planung und wird sicher auch in absehbarer Zeit verwirklicht werden. Die bisherigen Seminare waren eine Kooperation der Mobilen Katzenschule „Happy Miez“ www.mobile-katzenschule.de und mir.
In Seminaren z.B. mit den Themen „Aggressionen“ oder „Unsauberkeit“ lernen Katzenhalter je nach Thema, welche Ursachen bestimmte Verhaltensauffälligkeiten haben können und welche Lösungsansätze es gibt. In Seminaren, die z.B. „Clickertraining“ zum Thema haben, können Katzenhalter eine tolle Variante erlernen, auf spielerische Art mit ihren Katzen zu trainieren. Und die Seminarteilnehmer sind immer sehr überrascht, wie lernfähig und intelligent unsere Stubentiger doch sind.
In jedem Fall nehmen die Katzenhalter aus den Seminaren geballtes Wissen und Tipps mit, die sie zuhause eigenständig umsetzen können.

 

Wenn ich jetzt einen „Problem-Stubentiger“ im eigenen Heim habe, wie kann man Sie am besten erreichen?
Man kann mich per E-Mail unter info@katzenvertrauen.de oder telefonisch unter 030-21 75 76 97 erreichen. Über meine Homepage www.katzenvertrauen.de können sich Interessierte gerne detaillierter über meine Leistungen informieren und mich dort auch über ein Kontaktformular anschreiben. Und es gibt auch eine Facebookseite, auf der ich regelmäßig interessante Infos veröffentliche.

 

Vielen Dank Frau Höfkes für das Interview!
Sehr gerne! Vielen Dank, es hat Spaß gemacht 🙂

 


Katzenpsychologin Kerstin Höfkes
Mobile Katzenverhaltensberatung
www.katzenvertrauen.de


Foto: Nic Utz, www.nxxpxx.de

 


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