Übergewichtige Hauskatze – Darauf sollten Sie achten

Übergewicht Katze

Die Hauskatze im heutigen modernen Europa haben es gut – sie leben gemeinsam mit ihren Menschen in behaglichen Unterkünften, werden gefüttert, gestreichelt und verwöhnt. Kümmern müssen sie sich, anders als ihre in der Wildnis lebenden Artgenossen, um nichts mehr. Alles wird ihnen frei Haus geliefert.

Das führt sehr häufig zu einem Problem – die Hauskatzen werden Übergewichtig, was sich äußerst negativ auf ihre Gesundheit auswirkt. Schlanke Katzen sind eindeutig gesünder und wesentlich aktiver als die schwergewichtigen Vertreter ihrer Art.

Woran Sie erkennen können, ob Ihr Liebling zu viel Gewicht mit sich herumträgt und welche Maßnahmen Sie dagegen ergreifen können, wird nachfolgend geklärt.

Übergewicht Katze – Jede dritte Katze in Deutschland ist zu dick

Die Quote ist erschreckend – rund jede dritte Hauskatze in Deutschland ist zu dick. In der Folge können die Katzen an den gleichen Leiden erkranken wie Menschen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Nieren- und Leberschäden.

Speziell bei Katzenwelpen muss zwingend darauf geachtet werden, dass sie nicht zu dick werden, denn schon im jüngsten Alter werden bei den Katzenkindern die Anzahl der Fettzellen festgelegt – im späteren Verlauf verändert sich die Anzahl der Fettzellen bei den Katzen nicht mehr – sie können nur noch in ihrer Größe variieren.

Achtung vor einer Diät

Übergewicht KatzeGanz klar gilt: bevor Sie Ihre Katze auf Diät setzen, besprechen Sie Ihr Vorhaben mit dem Tierarzt. Das Übergewicht Ihrer Katze könnte mit organischen Problemen zusammenhängen (eine mögliche Schilddrüsenunterfunktion beispielsweise), die zunächst beseitigt werden müssten – eine reine Kalorienreduktion könnte in einem solchen Fall sogar Schädigungen hervorrufen.

Immer in Bewegung bleiben

Sind organische Probleme ausgeschlossen ist es ratsam, zunächst die Fressgewohnheiten des Stubentigers genauer zu beobachten. Auch muss die Katze hinsichtlich ihrer täglichen Bewegungsmenge unter die Lupe genommen werden. Hauskatzen haben häufig das Problem, zu wenig Bewegung zu bekommen. In diesen Fällen kann man die Katze entweder aus der Wohnung lassen oder, wenn man das nicht möchte, mit viel Kreativität und Enthusiasmus dafür sorgen, dass die Katze auch innerhalb der Wohnung genügend Bewegungsmotivation erhält.

Sport für die Katze

Katze Übergewicht

Catit Katzenspielzeug

Mit Funktionsspielzeug beispielsweise kann man Katzen sehr gut animieren, sich mehr zu bewegen. Mit solchem Spielzeug müssen sich die Katzen ihr Futter bzw. ihre Leckerlies erarbeiten, indem sie das Fressen aus Behältnissen herausangeln müssen. Natürlich sollte einer Hauskatze auch ein Kratzbaum zur Verfügung gestellt werden.

Um bei der Katze Übergewicht zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, dass der Vierbeiner genügend Bewegung an den Tag legt und nicht zum dicken Garfield wird. Gerade bei Hauskatzen ist es daher gut, genügend Katzenspielzeug vorrätig zu haben.

So ist für Bewegung und Abwechslung gesorgt. Allerdings muss es nicht ein spezielles „Sportspielzeug“ für den Vierbeiner sein. Hauptsache ist, dass sich das Tier in den eigenen vier Wänden genügend bewegt und der Spieltrieb animiert wird.

Hochwertiges Katzenfutter füttern

Auch die Art des Futters kann der Grund für das Übergewicht sein – vor allem dann, wenn dem Futter eine große Getreidemenge untergemischt ist. Dadurch sparen sich die Hersteller enorme Kosten, schaden aber langfristig den Katzen enorm, weil die Energiedichte extrem hoch ist. Auch müssen Sie beim Katzenfutter kaufen darauf achten, dass die Herstellerangaben zur Fütterungsmenge häufig deutlich zu hoch angesetzt sind – in der Regel genügt die Hälfte!

Katzenfutter selbst herstellen

Hochwertiges Katzenfutter

Hochwertiges Katzenfutter von Pets Deli

Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Ihre Katze ausschließlich artgerechtes Futter erhält, können Sie das Futter selbst zubereiten bzw. Ihre Katze mit Rohkost füttern. Das ist natürlich zeitaufwendiger als das Öffnen einer Futterdose, allerdings macht es weitaus weniger Mühe, als Ihnen die Futtermittelindustrie glauben machen möchte.

Wenn Sie das Futter für die Katze selbst zusammenstellen möchten sollten Sie sich vorab intensiv darüber informieren, welche Nährstoffe im Futter vorhanden sein müssen und welcher Menge. Wenn eine Diät angesagt ist müssen Sie sich darauf einstellen, viel Geduld mitzubringen, denn die Futtermenge darf bei einer Katze nur sehr langsam reduziert werden.

Schneller, starker Gewichtsverlust ist gefährlich

Wenn eine Katze schnell sehr viel Gewicht verliert, sollte man unbedingt möglichst bald einen Tierarzt konsultieren, der sich die Problemstellung ansieht. Wenn Katzen schnell abmagern, obwohl sie dem Futter sehr zugetan sind, ist in der Regel eine sehr ernste Ursache die Grundlage des Gewichtsverlusts.

Neben organischen oder parasitären Ursachen können auch Zahnschmerzen der Grund sein, warum die Katze Gewicht verliert. Katzen verweigern die Nahrungsaufnahme in der Regel, wenn das Gebiss schmerzt. Hier hilft es, von einem Tierarzt den Zahnstein entfernen zu lassen (regelmäßige Zahnsteinentfernung alle 2 Jahre beugt Problemen vor).

Die Katzenrasse und das Gewicht

Welches Gewicht für eine Katze im gewünschten Toleranzbereich liegt, hängt von mehreren Faktoren wie z.B. Geschlecht, Größe und Rasse ab. Siamkatzen beispielsweise wiegen im Durchschnitt rund 2kg – eine norwegische Waldkatze dagegen kann rund 8kg auf die Waage bringen. Die häufigste Hauskatzenart, die europäische Kurzhaarkatze, wiegt im Normalfall zwischen vier und fünf Kilogramm.

Übergewicht Katze – Das Fressverhalten

So unterschiedlich die Charaktere der Katzen sind, so unterschiedlich zeigt sich auch ihr Fressverhalten: es gibt, genau wie bei den Menschen, verfressene Exemplare und solche, die man landläufig als Kostverächter bezeichnen kann. Bei allen Rassen gilt, dass man die Taille der Katze erkennen können soll. Im Brustbereich und am Bauch darf eine dünne Fettschicht vorhanden sein – man muss die Rippen noch gut fühlen können. Können Sie bei ihrer Katze das Gerippe kaum oder überhaupt nicht mehr fühlen, ist die Katze eindeutig zu dick und sollte auf Diät gesetzt werden.

Schnell-Check für Katzenkrankheiten:

Ob Ihre Katze gesund ist oder nicht, können Sie an einigen verschiedenen Symptomen erkennen. Wenn Sie bei Ihrer Katze eines oder mehrere der nachfolgend genannten feststellen, sollten Sie gegebenenfalls einen Tierarzt aufsuchen, um das Problem professionell abklären zu lassen.

Verhaltensänderung

Wenn Ihre Katze lustlos und matt wirkt, sich nur noch auf ebenerdigen Untergrund legt und gegebenenfalls einen etwas torkelnden Gang aufzeigt oder extrem viel schläft, weist das auf ein Problem hin. Das Gleiche gilt auch, wenn die Katze nicht mehr fressen will, aggressiv wirkt oder auch übermäßig viel Flüssigkeit aufnimmt.

Nase

Ist die Nase verklebt, trocken und heiß oder atmet die Katze auffällig laut, sollte ein Tierarzt zur Klärung hinzugezogen werden.

Augen

Wenn beim Blick in die Augen der Katze eine auffällige Gelbfärbung oder eine Rötung zu sehen ist, sie tränen und/oder gelblichen Ausfluss produzieren, ist der Tierarzt zu konsultieren.

Mundraum

Im Mundraum weisen verschiedene Symptome auf eine Erkrankung des Stubentigers hin: blasses oder stark gerötetes Zahnfleisch, erkennbarer Zahnstein, stark wahrnehmbarer Mundgeruch und gelb verfärbte Zähne.

Fell- und Hautauffälligkeiten

Wenn sich Ihre Katze sehr häufig an bestimmten Stellen leckt, kratzt oder sogar beißt sollten Sie prüfen, ob an diesen Stellen gerötete, schuppige und/oder sogar verkrustete Haut zu finden ist. Auch ein stumpfes und struppiges Fell ist ein Indikator für eine Erkrankung der Katze. Das Gleiche gilt auch für starken Haarausfall der Katze (außerhalb der Fellwechselzeiten!).

Magen- und Darmtrakt

Wenn sie bei der Reinigung der Katzentoilette feststellen, dass im Kot bzw. im Urin der Katze Blut zu sehen ist, weist dies auf ein ernsthaftes organisches Problem hin, das schnellstmöglich vom Tierarzt untersucht werden muss. Durchfall, häufiges Erbrechen, eine verklebte Afterregion und Schwierigkeiten beim Urin absetzen zeigen ebenfalls an, dass die Katze untersucht werden muss.

Weitere Informationen rund ums Thema finden Sie in unserem Ratgeber.

Kratzbaum


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